Casandra Krammer
Ich weiß, dass das Bild kein Malec Fanart ist, aber ich finde es passt so schön zur Szene ;)
Viel Spaß beim Lesen!
[...]
Jace’ Stimme klang gleichmütig. »Was hab ich denn für
Gefühle?«
»Ich habe gesehen, wie du sie ansiehst.« Alecs Blick war
in die Ferne gerichtet, vorbei an Jace’ Kopf. »Aber du
kannst sie nicht haben. Vielleicht hast du ja nie zuvor erfahren,
wie es ist, etwas zu wollen, was man nicht haben kann.«
Jace schaute Alec ruhig an. »Was läuft eigentlich zwischen
dir und Magnus Bane?«
Ruckartig hob Alec den Kopf. »Ich … da ist nichts …«
»Ich bin doch nicht blöd. Nach dem Gespräch mit Malachi
hast du direkt Magnus kontaktiert, noch bevor du mit mir
oder Isabelle oder sonst jemandem gesprochen hast…«
»Weil er der Einzige ist, der mir meine Frage beantworten
konnte - deshalb! Zwischen uns ist nichts«, erwiderte
Alec und fügte dann, als er den Ausdruck auf Jace’ Gesicht
sah, widerstrebend hinzu: »Nicht mehr. Zwischen uns ist
nichts mehr. Okay?«
»Ich hoffe, das ist nicht meinetwegen«, sagte Jace.
Alec wurde kreidebleich und wich zurück, als müsste er
sich gegen einen Schlag wappnen. »Was meinst du damit?«
»Ich weiß, was du für mich zu empfinden glaubst«, erklärte
Jace. »Aber das fühlst du nicht wirklich. Du magst
mich einfach deshalb, weil ich >sicher< bin, unerreichbar.
Bei mir besteht kein Risiko. Und dann brauchst du gar nicht
erst zu versuchen, eine richtige Beziehung einzugehen, weil
du mich ja vorschieben kannst.« Jace wusste, dass er grausam
war, aber es interessierte ihn kaum. Es tat fast so gut, die Menschen zu verletzen,
die er liebte, wie sich selbst zu
verletzen - zumindest wenn er in dieser Stimmung war.
»Ah, ich verstehe«, sagte Alec scharf. »Zuerst Clary,
dann deine Hand und jetzt ich. Scher dich zum Teufel, Jace.
«
»Du glaubst mir nicht?«, fragte Jace. »Prima. Dann mal
los - komm her und küss mich. Hier und jetzt.«
Entsetzt starrte Alec ihn an.
»Siehst du? Denn trotz meines umwerfenden Aussehens
magst du mich auf diese Weise dann doch nicht. Und wenn
du Magnus in den Wind schießt, dann tust du das nicht meinetwegen.
Sondern deswegen, weil du Angst hast, demjenigen,
den du wirklich liebst, deine Gefühle einzugestehen.
Die Liebe macht die Liebenden zu Lügnern«, erklärte Jace.
»Das hat mir die Feenkönigin gesagt. Also verurteile
du mich nicht dafür, dass ich meine wahren Gefühle verberge.
Das machst du nämlich auch.« Entschlossen erhob er
sich von seinem Hocker. »Und jetzt möchte ich, dass du das
noch mal machst.«
Alecs Gesicht sah man an, wie verletzt er war. »Was
meinst du damit?«
»Ich möchte, dass du für mich lügst«, sagte Jace, nahm
seine Jacke vom Wandhaken und streifte sie über. »Die
Sonne ist inzwischen untergegangen und die anderen müssten
jeden Moment aus der Garnison zurückkehren. Ich
möchte, dass du ihnen sagst, ich würde mich nicht wohlfühlen
und deshalb nicht zum Essen nach unten kommen. Sag
ihnen, mir war schwindlig und ich sei ausgerutscht und das
Fenster sei deshalb zerbrochen.«
Alec hob den Kopf und sah Jace fest an. »Also gut«, erwiderte
er. »Aber nur, wenn du mir sagst, wohin du wirklich
willst.«
[...]
Quelle: City of Glass
(c) Cassandra Clare - Arena Verlag
Casandra Krammer
[...]
»Vielleicht versucht sie aber auch, die Aufmerksamkeit
von dir abzulenken«, meinte Simon geistesabwesend. »Du
weißt schon: Weil deine Eltern ja nicht wissen, dass du
schwul bist …«
Alec blieb derart ruckartig stehen, dass Simon fast in ihn
hineingelaufen wäre. »Nein, sie wissen es nicht, aber offensichtlich
alle anderen«, stieß er hervor.
»Mit Ausnahme von Jace«, sagte Simon. »Er weiß es
nicht, oder?«
Alec holte tief Luft. Er war blass im Gesicht, dachte Simon,
aber vielleicht lag es auch nur am Mondlicht, das der
kompletten Umgebung sämtliche Farbe zu entziehen schien.
Alecs Augen wirkten fast schwarz. »Ich wüsste wirklich
nicht, was dich das angeht. Es sei denn, du versuchst, mir zu
drohen«, sagte er düster.
»Dir zu drohen?« Simon starrte ihn verblüfft an. »Nein,
das hatte ich nicht vor…«
»Und was soll das dann?«, fragte Alec und in seiner
Stimme schwang eine plötzliche, offene Verletzlichkeit mit,
die Simon bestürzte. »Warum hast du dann überhaupt davon
angefangen?«
»Weil du mich die meiste Zeit zu hassen scheinst«, erwiderte
Simon. »Keine Sorge, ich nehme das nicht persönlich,
obwohl ich dir mal das Leben gerettet habe. Aber du
scheinst die ganze Welt zu hassen. Im Grunde haben wir
beide nichts gemein. Aber ich sehe, wie du Jace anschaust,
und dann sehe ich mich, wie ich Clary anschaue, und dann
wird mir klar, dass wir vielleicht doch etwas gemein haben.
Und vielleicht trägt das ja dazu bei, dass du mich ein bisschen
weniger hasst.«
»Dann wirst du es Jace also nicht erzählen?«, fragte
Alec. »Ich meine … du hast Clary gesagt, was du für sie empfindest,
und …«
»Und das war keine gute Idee«, erklärte Simon. »Inzwischen
frage ich mich, wie man nach so einem Bekenntnis
wieder zur Normalität zurückkehren soll. Und ob wir jemals
wieder Freunde sein können oder ob unsere Freundschaft
zerbrochen ist. Nicht ihretwegen, sondern meinetwegen.
Vielleicht wäre es etwas anderes, wenn ich jemand Neues
fände …«
»Jemand Neues«, wiederholte Alec. Er hatte sich hastig
wieder in Bewegung gesetzt und starrte missmutig vor sich
hin.
Simon schloss eilig zu ihm auf. »Du weißt schon, was
ich meine. Ich glaube nämlich, dass Magnus Bane dich
wirklich mag. Und er ist ziemlich cool. Jedenfalls veranstaltet
er großartige Partys. Auch wenn ich beim letzten Mal in
eine Ratte verwandelt wurde.«
»Danke für den Tipp«, erwiderte Alec trocken. »Aber ich
glaube nicht, dass er mich wirklich so sehr mag. Als er zum
Institut kam, um das Portal zu öffnen, hat er kaum ein Wort
mit mir gewechselt.«
»Vielleicht solltest du ihn mal anrufen«, schlug Simon
vor und versuchte, nicht allzu lange darüber nachzudenken,
wie merkwürdig es war, einem Dämonenjäger Ratschläge
für eine mögliche Beziehung mit einem Hexenmeister zu
erteilen.
»Geht nicht«, sagte Alec. »In Idris gibt’s kein Telefon.
Ach, ist ja sowieso egal.« Abrupt blieb er stehen. »Wir sind
da. Das hier ist die Garnison.«
[...]
Quelle: City of Glass
(c) Cassandra Clare - Arena Verlag
Casandra Krammer
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| Selbstportrait der Künstlerin |
Chelsea-bee, ist eine 21-järige Künstlerin aus den USA.
Sie Zeichnet für ihr Leben gerne, unter Anderen auch die Charaktere aus den
Chroniken der Unterwelt. Hier ihr
Magnus x Alec Set:
(c) Chelsea-bee